Roulette-Regeln: Die wichtigsten Grundlagen für Einsteiger
Rot oder schwarz, gerade oder ungerade, “rien ne va plus”: Roulette ist das vermutlich bekannteste Glücksspiel der Welt – und gerade deswegen eine besonders beliebte Wahl für alle, die zum ersten Mal im (Online-)Casino sind. Aus gutem Grund, denn Roulette ist nicht nur verhältnismäßig einfach erklärt, da es sich um ein reines Glücksspiel ohne große strategische Kniffe handelt, sondern bietet auch spannende Wettmöglichkeiten und damit jede Menge Nervenkitzel.
Aber wie spielt man Roulette richtig und welche Regeln sollte man dabei beachten? Alles, was du für deinen ersten Ausflug an den (virtuellen) Roulette-Tisch wissen musst, erfährst du in diesem Beitrag.
Roulette-Basics: Diese Begriffe solltest du kennen
Beim Roulette dreht sich alles um zwei Grundlagen: Das Roulette-Rad, auch Roulette-Kessel genannt, und das Spielfeld darum herum, bekannt als Tableau. Der Kessel ist in insgesamt 37 oder 38 Felder unterteilt, je nachdem, ob die europäische oder amerikanische Variante gespielt wird (mehr dazu später). Diese Felder sind abwechselnd rot und schwarz gefärbt und mit einer Zahl von 1-36 beschriftet. Einzige Ausnahmen: Die 0 und eine zusätzliche 00 bei der amerikanischen Variante. Diese sind grün hinterlegt.
Die Nummern aus dem Kessel sind auch in der Mitte des Tableaus auf einem Zahlenfeld abgedruckt, damit Spieler hier ihre Wetten platzieren können. Verwendet werden dafür Jetons, das sind runde Spielchips, die einen bestimmten Geldwert repräsentieren. Rund um das Zahlenfeld herum befinden sich zudem 12 weitere Bereiche zum Platzieren von unterschiedlichen Wetten, hier kannst du etwa auf eine bestimmte Farbe oder gerade bzw. ungerade Zahlen setzen.
Geleitet wird jedes Roulette-Spiel von einem oder mehreren Spielmachern, den Dealern bzw. Croupiers. Diese kontrollieren den regelkonformen Spielverlauf, helfen beim Platzieren der Jetons, werfen die Kugel in den Kessel und zahlen am Ende die Gewinne aus. Die Anzahl der Mitspieler ist beim Roulette nicht begrenzt. Haben sich alle um den (virtuellen) Roulette-Tisch versammelt, eröffnet der Croupier eine mit den Worten “Place your bets, please”, “Machen Sie Ihr Spiel” oder “Faites vos jeux” eine neue Runde und setzt den Kessel in Bewegung – das Spiel beginnt.
Ablauf & Spielregeln: So funktioniert Roulette
Ziel von Roulette ist es, jene Zahl zu erraten, auf der die Kugel am Ende landen wird – und so deinen Einsatz stetig zu vermehren. Gespielt wird in Runden, die immer nach denselben Regeln ablaufen:
- Der Einsatz: Solange der Kessel in Bewegung ist, haben Spieler die Möglichkeit, Jetons in der Höhe ihres gewünschten Einsatzes auf dem Tableau zu platzieren. Du hast mehrere Möglichkeiten zu setzen, besonders beliebt sind die Farbe (rot oder schwarz) oder ob die Kugel auf einer geraden oder ungeraden Zahl landen wird. Darüber hinaus kannst du zum Beispiel auch auf zwei oder vier nebeneinander liegende Zahlen oder auf die Zahlenblöcke 1-18 (manque) oder 19-36 (passe) wetten. Diese Taktik vermindert zwar deinen Gewinn, erhöht aber auch die Gewinnchance.
- Die Kugel: Sind die ersten Einsätze auf dem Tableau platziert, wirft der Croupier die Kugel in den Kessel – und zwar entgegen der Drehrichtung. Nach wie vor können jetzt Wetten gemacht werden, aber nur, so lange die Kugel auch in Bewegung ist. Mit den Worten “No more bets”, “Nichts geht mehr” oder dem berühmten “Rien ne va plus” beendet der Croupier schließlich die Einsatzphase.
- Die Entscheidung: Wenn die Kugel auf einem Feld zum Liegen gekommen ist, verkündet der Croupier die Zahl, welche Farbe sie hat (rot oder schwarz), ob sie gerade oder ungerade ist und ob ihr Wert zwischen 1-18 oder 19-36 liegt (manque oder passe). Alle Jetons, die auf entsprechende Zahlen, Zahlenreihen oder Blöcke gesetzt wurden, bleiben am Spielfeld liegen. Alle anderen werden vom Croupier eingezogen und sind verloren. Ausnahme: Wenn die Kugel auf 0 fällt – hier gibt es bei manchen Spielvarianten eine eigene Regelung. Dazu gleich mehr.
Zum Abschluss der Runde werden die Gewinner-Jetons in der Höhe des entsprechenden Einsatzes ausbezahlt. Sobald das erledigt ist, kann die nächste Runde beginnen. Übrigens: Ein offizielles Spielende gibt es beim Roulette nicht, du kannst jederzeit aufhören, sobald eine Runde beendet ist. Tipp: Überlege dir am besten im Vorhinein, wie viele Runden du spielen oder wie viel Zeit du am Roulette-Tisch verbringen möchtest. Dann ergibt sich dein individuelles Spielende quasi von selbst.
Roulette im Online-Casino entdeckenAmerikanisch, französisch oder europäisch? Roulette-Arten im Vergleich
Wie bereits erwähnt, unterscheidet man beim Roulette zwischen drei Spielvarianten: der europäischen, der französischen und der amerikanischen. Das “Original” ist die europäische Variante, die im 17. Jahrhundert in Italien erfunden und von den Nachbarn aus Frankreich zur französischen Variante erweitert wurde. Mit der Zeit schaffte das packende neue Spiel aus Europa auch den Sprung über den Atlantik und wurde in den USA zu jener Variante weiterentwickelt, die bis heute in den Casinos von Las Vegas, Atlanta & Co. gespielt wird. Aber worin unterscheiden sich die drei überhaupt? Das verraten wir dir jetzt.
Europäisches Roulette: Das Original aus Italien
Beim Europäischen Roulette wird mit 37 Zahlen von 0 bis 36 gespielt. Der Hausvorteil, also jener Anteil, den das Casino von allen am Tisch getätigten Einsätzen einbehält, liegt bei 2,3 Prozent. Die Ansagen des Dealers erfolgen auf Englisch oder der jeweiligen Landessprache, das Spielfeld ist meist englisch beschriftet.
Zusätzlich gibt es beim europäischen Roulette die “En Prison”-Regel: Fällt die Kugel auf 0, verbleiben alle Einsätze auf einfache Zahlen am Tisch und die Kugel wird erneut gedreht. Erst, wenn sie auf eine rote oder schwarze Zahl fällt, werden die verbleibenden Einsätze ausgewertet. Gewinnt jemand in diesem “zweiten Anlauf”, wird der Einsatz ohne Gewinn ausgezahlt, andernfalls geht er verloren. So bietet die europäische Variante einen zusätzlichen Vorteil für Spieler, mit ihrem Einsatz einen Gewinn zu erzielen.
Französisches Roulette: Der Klassiker leicht abgewandelt
Französisches Roulette orientiert sich grundsätzlich an den gleichen Spielregeln wie das Europäische Roulette, es gibt aber ein paar Unterschiede. Der offensichtlichste ist die Sprache – das Spielfeld ist französisch beschriftet und auch alle Ansagen der Croupiers erfolgen “en français”. Außerdem gibt es ein paar besondere Wettformen, etwa “Voisins du Zero", die die Zahlen 22-25 abdeckt oder “Le Tiers du Cylindre”, bei der du auf 12 Zahlen zwischen 27 und 33 setzen kannst.
Neben der “En Prison”-Regel gilt in der französischen Variante noch eine weitere: Le Partage. Auch diese kommt zum Einsatz, wenn die Kugel auf 0 landet, gilt aber nicht für Wetten auf einfache Zahlen (diese werden ja bereits von “En Prison” abgedeckt). Fällt die Kugel auf 0, wird hier aber nicht nochmal gedreht, sondern die Hälfte der gesetzten Einsätze an die Spieler ausbezahlt.
Amerikanisches Roulette: Born in the USA
Im Gegensatz zum Original aus Europa wird bei der amerikanischen Roulette-Variante mit 38 Zahlen gespielt. Das liegt daran, dass es zusätzlich zur “regulären” 0 noch eine 00 auf dem Kessel und dem Tableau gibt. Ansonsten folgt das Spiel ähnlichen Regeln wie Roulette aus Europa, nur der Hausvorteil ist bei der US-Variante höher, er liegt bei 5,26 Prozent. Sämtliche Ansagen werden auf Englisch gemacht, und auch das Spielfeld ist auf Englisch beschriftet. Die “En Prison”- und “Le Partage”-Regeln gelten nicht. Landet die Kugel auf 0 oder 00, ist dein Einsatz sofort verloren, es sei denn, du hast darauf gesetzt. Das amerikanische Roulette ist in der Live-Variante zudem deutlich rasanter als das europäische Original – der Tisch ist viel kleiner und dadurch ist der Croupier viel schneller beim Verteilen und Einsammeln von Jetons. So bleibt den Spielern weniger Zeit zum Überlegen und Setzen, was insgesamt die Spannung erhöht.
Zusammengefasst: Welche Roulette-Variante zu dir passt, ist Geschmackssache. Wenn du dir beim Platzieren des Einsatzes lieber etwas mehr Zeit lässt und höhere Gewinnchancen bevorzugst, probier doch mal die europäische oder französische Variante. Falls es hingegen gerne etwas rasanter, riskanter und auch spannender zugehen darf, könnte die amerikanische Variante etwas für dich sein.
Wettmöglichkeiten & Einsätze: Wieviel du wofür bekommst
Roulette ist zwar ein Glücksspiel, mit der richtigen Wett-Taktik kannst du die Höhe deines Gewinns aber doch bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Die wichtigsten Möglichkeiten für Roulette-Einsteiger gibt es hier im Überblick:
Innenwetten (Inside Bets)
Bei Innenwetten wird auf Zahlen gesetzt, die sich innerhalb des Zahlenbereiches des Tableaus befinden. Das ist etwas riskanter, bringt aber auch höhere Gewinne. Zu den wichtigsten Inside Bets gehören:
- einfache Zahl (Straight Up): Die ertragreichste Wettmöglichkeit. Du platzierst deinen Chip auf einer konkreten Zahl. Im Gewinnfall bekommst du den 35-fachen Einsatz.
- zwei Zahlen (Split Bet): Hier setzt du auf zwei nebeneinander oder untereinander liegende Zahlen, indem du den Chip auf der Trennlinie zwischen den beiden Feldern platzierst. Im Gewinnfall bekommst du das 17-fache deines Einsatzes.
- Drei Nachbarn (Street Bet): Du setzt auf drei nebeneinander liegende Zahlen, indem du den Chip am Anfang der jeweiligen Reihe platzierst, z. B. 13, 14 oder 15. Gewinnt eine dieser Zahlen, bekommst du das 15-fache deines Einsatzes.
- Vier Nachbarn (Ecke): Hier setzt du auf eine 4er-Gruppe aus Zahlen, indem du den Jeton genau in die Mitte deines gewünschten Zahlenblocks legst. Hier ist die Auszahlung bei 8:1 – niedriger als andere, aber auch mit höherer Gewinnchance.
Außenwetten (Outside Bets)
Wer seine Chance auf einen Gewinn erhöhen möchte, kann auch eine Außenwette tätigen. Wie der Name schon verrät, befinden sich die entsprechenden Felder auf dem Tableau außerhalb des Zahlenbereichs. Zu den wichtigsten Outside Bets gehören:
- Rot oder Schwarz: Der Klassiker, der besonders von Einsteigern gerne genutzt wird.
- Niedrig oder hoch: Hier entscheidest du dich, ob die Gewinnzahl niedrig (1-18) oder hoch (19-36) ist.
- Gerade oder ungerade: Du setzt darauf, dass entweder eine gerade oder ungerade Zahl gewinnt und platzierst deinen Jeton im entsprechenden Feld.
Schon gewusst? Diese drei Basics der Außenwetten werden auch als “Even Money Bets” bezeichnet, da die Quote jeweils bei 1:1 liegt und im Fall eines Gewinnes nur exakt die Höhe des Einsatzes ausbezahlt wird. Wenn du auf der Suche nach etwas spannenderen Wettarten bist, bei denen dir auch höhere Quoten winken, solltest du einen Blick auf unseren Beitrag zu Roulette-Grundlagen werfen – hier verraten wir dir alles, was du dazu wissen musst.
Fazit: Mit all seinen Fachbegriffen, Spielarten und Wettchancen mag Roulette auf Einsteiger erstmal einschüchternd wirken – muss es aber gar nicht! Es kommt nur auf die nötige Übung und Routine an. Unser Tipp: Setze für den Anfang einfach auf grundlegende Wett-Basics, um deine Gewinnchance zu erhöhen und dir das nötige Selbstvertrauen für riskantere Bets zu holen. Falls du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du im interwetten Online Casino auch Roulette online spielen und dabei erstmal mit Spielgeld dein Glück versuchen, bevor du echtes Geld setzt. So hast du den Dreh im Nu raus!
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