Wer wird König von Europa? Peter Stögers Ausblick auf das CL-Finale!
Wann und wo findet das Finale statt: Sa. 30.05.2026 um 18:00 Uhr in Budapest.
Wer überträgt das Spiel live: ZDF, DAZN (Deutschland), Canal+, Sky (Österreich), blue, SRG (Schweiz).
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Am 30.05. findet das Finale des prestigeträchtigsten Wettbewerbs im Klubfußball statt. Das Spiel wird in der Puskás-Aréna in Budapest über die Bühne gehen. Das Stadion wurde 2019 eröffnet und ist mit einer Kapazität von über 67.155 Zuschauern eines der größten Stadien Europas.
interwetten-Experte Peter Stöger wirft für uns einen Blick auf das anstehende Finale und verrät uns, wer sein Favorit auf den Gewinn der Königsklasse ist!
Peter Stögers Ausblick auf das Champions-League Finale 2026
Meisterliches Finale
Mit PSG und Arsenal sind definitiv zwei würdige Clubs ins Finale gekommen, beide haben ihren Meistertitel schon gewinnen können. Ein Triple ist zwar für keinen der beiden möglich, aber im gleichen Jahr zum Landesmeister noch einen Champions-League-Titel zu erreichen, wäre beiden sicher recht.
Mit PSG steht der Titelverteidiger im Finale. Die Pariser haben in ihren Offensivreihen kaum Veränderungen zum Vorjahr vorgenommen und ich habe mich ja vor dem Halbfinale - dem für mich vorgezogenen Finale - festgelegt: Der Sieger des Duells Bayern gegen PSG wird auch der Gewinner des Finales!
Veränderung bei Arsenal - Nach Formtief am Höhenflug
Bei Arsenal hat sich die Situation allerdings drastisch verändert. Vor dem Halbfinale haben sie nach Verlustpunkten die Tabellenführung verloren und jeder war überzeugt, ManCity wird erneut Meister der Premier-League. Die Meisterschaft schien außer Reichweite, die Mannschaft war in einem leichten Formtief und die überragende Ligaphase, in der Arsenal ohne Punkteverlust in die K.-o.-Duelle kam, war Vergangenheit.
Doch die folgende Siegesserie in der Liga und das Ausschalten von Atlético Madrid im Halbfinale brachten den ersehnten Meistertitel und wohl auch das Selbstvertrauen zurück. Damit ist im Finale alles möglich. Arsenal hat sich zu einer Mannschaft entwickelt, die Spiele ergebnisorientiert anlegen kann. Das bedeutet, die Spiele gehen knapp zu ihren Gunsten aus, weil Arsenal top organisiert ist und über Offensivqualität sowie hervorragende Standards verfügt.
Dazu kommt, dass sie in ihren Sturmreihen zwar nicht den einen Superstar haben wie ManCity einen Haaland, aber mehrere Top-Leute, die Tore schießen können. So sind sie für den Gegner schwerer ausrechenbar und variabler. Mit dem Gewinn der Meisterschaft haben sie auch ihren Ruf, im entscheidenden Moment zu versagen, ablegen können.
Wer nützt das Momentum?
PSG reist als Titelverteidiger nach Budapest. Die Franzosen hatten eine mittelmäßige Ligaphase in der Champions-League und daher die schwierigere Seite des Turnierbaums in der K.-o.-Phase zu bewältigen, sie haben aber mit den historischen Halbfinalspielen die Bayern aus dem Bewerb geschossen und stehen als Favorit im Finale.
Beeindruckend ist, dass, obwohl in der Champions-League die Besten der Besten aufeinandertreffen, es noch eine Steigerung gibt: Denn mit diesen beiden Clubs stehen zwei Top-Teams im Finale, die sowohl fußballerisch als auch taktisch noch eines draufsetzen. Mit anderen Verläufen (PSG mit kontinuierlich nach oben verlaufender Formkurve, Arsenal mit einem kleinen Wellental im April) sind beide zur richtigen Zeit in Topform, beide haben die Chance, das Momentum noch ein wenig auszudehnen und das Finale zu gewinnen.
Trainerduell: Auf den Trainerbänken spricht man spanisch
Mit Mikel Arteta (Arsenal) und Luis Enrique (PSG) treffen zwei Landsmänner aufeinander - beide sind Spanier. Für Arteta wäre es der erste Champions-League-Titel, Luis Enrique ist mit PSG Titelverteidiger und hat 2015 schon mit dem FC Barcelona diesen Titel gewonnen.
Auch sonst ist Luis Enrique der erfolgreichere Trainer (allerdings auch der Ältere). Seine Titelliste ist lang, mit den jeweiligen Champions-League-Titeln wurde er jeweils auch zum FIFA-Welttrainer des Jahres gewählt.
Mikel Arteta war lange Jahre Co-Trainer von Pep Guardiola und ist seit 2019 bei Arsenal beschäftigt, eine unglaublich lange Zeit, wenn man die durchschnittliche Halbwertszeit eines Trainers bedenkt. Nach drei Vizemeistertiteln konnte er dieses Jahr erstmals den Meistertitel zu Arsenal holen, der Gewinn der Champions League wäre die Krönung seiner bisherigen Trainerkarriere.
Paris und London zu Gast in Budapest: Die Puskás-Aréna in Budapest wird kochen
Als die Fußball-Europameisterschaft 2021 europaweit ausgetragen wurde, war ich gerade bei Ferencvaros Budapest Trainer und durfte das Spiel der Ungarn gegen Portugal (0:3) live im Stadion besuchen. Eine großartige Arena, 2019 erbaut, ein modernes Stadion, in dem die ungarische Nationalmannschaft ihre Spiele absolviert und das einem Finale würdig ist. Budapest ist eine wunderschöne Stadt, zum Feiern gibt es ausreichend Gelegenheiten, und für Londoner und Pariser Verhältnisse ist das Preis-Leistungsverhältnis der Lokale durchaus akzeptabel. Auch von diesen Vorzeichen her steht einem historischen Champions-League-Finale nichts im Wege!
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Interwetten Redakteur
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